Verträge

Kaufvertrag

Der Kauf eines Eigenheimes ist kein alltäglicher Vorgang. Um Unklarheiten und Komplikationen bei der Abwicklung zu vermeiden, ist eine kompetente Beratung und Aufklärung über die Rechtsfolgen durch den Notar von besonderer Bedeutung. Der Notar vertritt nicht nur eine Seite, sondern versucht für alle beteiligten Parteien die beste Lösung zu erarbeiten. Sowohl der Verkäufer als auch der Käufer sollen zu ihrem Recht kommen.

Neben der Einsicht ins Grundbuch und der Erstellung des Kaufvertrages führt der Notar auch die Lastenfreistellung und die Eintragung des Eigentumsrechtes im Grundbuch durch.

Treuhandschaft

In den meisten Fällen werden Kaufverträge durch einen von einer Bank bereitgestellten Kredit finanziert. Als Treuhänder übernimmt der Notar aufgrund einer Treuhandvereinbarung Vermögenswerte (Geld, Geldeswerte) vom Treugeber und trägt somit zum Schutz der Vertragsparteien bei. Der Notar verpflichtet sich, die in der Treuhandvereinbarung festgelegten Rechtsfolgen herbeizuführen und die Auszahlung des Kaufpreises an den Verkäufer erst dann durchzuführen, wenn alle Bedingungen zur ordnungsgemäßen Abwicklung des Kaufvertrags erfüllt sind.

Mit der Notartreuhandbank (NTB) steht eine eigene Spezialbank für die Verwaltung von Treuhandgeldern zur Verfügung. Das Notariat hat für die schnelle und sichere Abwicklung von Treuhandschaften ein besonderes, computergestütztes Register eingerichtet: das notarielle Treuhandregister (THR).

Schenkung und Übergabe

Bei Schenkungen und Übergaben geht es nicht nur um familiäre Fragen, sonderen auch um das Erbrecht, das Zivilrecht, das Steuerrecht und das Sozialversicherungsrecht. Diese materiellrechtlichen Übertragungsvorschriften werden durch eine Vielzahl von Formerfordernissen ergänzt und verkompliziert. So fällt bei der Weitergabe von Immobilien Grunderwerbsteuer an, das Schenkungsmeldegesetz muss beachtet und gesetzliche Meldungen an das Finanzamt müssen erledigt werden. Der Notar schenkt nicht nur diesen Vorschriften besondere Aufmerksamkeit, sondern beachtet auch die Absicherung des Übergebers bzw. Geschenkgebers im Zuge von Wohnungsrechten, Ausgedinge, Pflichtteilsverzichtsverträgen und vielem mehr.

Beglaubigung und Beurkundung

Im Rechtsverkehr spielen die Richtigkeit von Urkunden und die Echtheit von Unterschriften eine große Rolle. In vielen Fällen wird hiefür eine besondere Form verlangt. Die notarielle Beurkundung oder Beglaubigung ist die Feststellung dieser Tatsachen durch einen Notar. Mit der Unterschriftsbeglaubigung  wird bestätigt, dass die Unterschrift einer bestimmten Person echt ist, also von der Person stammt, die vor einem Notar unterschrieben hat. Die Beglaubigung hat besondere Beweiskraft und dient der Rechtssicherheit.

Ehe- bzw. Partnerschaftsvertrag

Unter einer Lebensgemeinschaft – wozu auch die Ehe zählt – versteht man die Wohnungs-, Wirtschafts- und Geschlechtsgemeinschaft zweier Personen. Während das Eherecht gesetzlich geregelt ist, können Lebensgemeinschaften durch Partnerschaftsverträge autonom gestaltet werden.

Im Rahmen des Ehegüterrechts ist es möglich, Vereinbarungen über die vermögensrechtlichen Beziehungen zwischen den Ehegatten sowohl während aufrechter Ehe als auch im Falle der Scheidung zu treffen. Ihr Notar unterstützt sie bei der Gestaltung solcher Vereinbarungen sowie bei der Abwicklung einer einvernehmlichen Scheidung.

Komplexe rechtliche Fragen stellen sich nicht nur bei der Ehescheidung, sondern auch bei der Auflösung einer Partnerschaft, da diese jederzeit aufgelöst werden können. Bei Lebensgemeinschaften ist vieles gesetzlich nicht ausdrücklich normiert, daher ist hier eine umfassende rechtliche Beratung von besonderer Bedeutung. Für den Fall der Trennung ist es jedenfalls sinnvoll, sich durch verbindliche Vereinbarungen rechtlich abzusichern. Weiters ist zu beachten, dass dem jeweiligen Lebensgefährten kein gesetzliches Erbrecht zukommt. Es empfiehlt sich jedenfalls, die Erbfolge testamentarisch zu regeln.

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